Preisentwicklung für Wohnimmobilien Einfluss der Zinspolitik | März 2025
Aktuelle Lage des deutschen Wohnimmobilienmarktes: Einfluss der Zinspolitik
Zinspolitik und Bauzinsen
Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst den deutschen Wohnimmobilienmarkt maßgeblich. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass trotz einer Senkung des Einlagenzinses von 2,75 % auf 2,5 % im März 2025 die Bauzinsen gestiegen sind. Grund hierfür ist das geplante Milliarden-Schuldenpaket von Union und SPD, das die Renditen für Bundesanleihen erhöht und somit die Finanzierungskosten für Bauherren verteuert hat.
Preisentwicklung in Deutschland
In den vergangenen 2 Jahren waren die Immobilienpreise in Deutschland rückläufig; tatsächlich setzte der Preisrückgang bereits im Jahr 2022 ein. Im Jahr 2024 sanken die Immobilienpreise spürbar. Nach einem weiteren Preisrückgang im ersten Quartal 2024 zeichnet sich seit Mitte 2024 eine allmähliche Stabilisierung ab – auch wenn die Preise im dritten Quartal 2024 nochmals leicht um 0,7 % nachgaben. Fazit: Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Preise von 2019 bis 2022, gefolgt von einem deutlichen Rückgang im Jahr 2023. Im Jahr 2024 zeichnet sich eine Stabilisierung ab.
Regionale Preisentwicklung am Niederrhein
Ein- und Zweifamilienhäuser am Niederrhein: Die Immobilienpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser haben in den letzten drei Jahren eine differenzierte Entwicklung erfahren. In der Region im Ruhrgebiet und am Niederrhein (Dinslaken, Voerde, Hünxe und Wesel) sanken die Quadratmeterpreise bei Häusern zum Teil um mehr als 10 %.
Einfluss der Energieeffizienz
Immobilien mit schlechter Energieeffizienz: Diese Objekte haben in den letzten Jahren einen deutlichen Wertverlust erlitten.
Dr. Mackscheidt zu Preisen von modernen, energieeffizienten Immobilien: Die Energieeffizienz von Wohnhäusern hat einen signifikanten Einfluss auf deren Marktwert. Während unsanierte Bestandsimmobilien deutliche Wertverluste verzeichneten, konnten moderne, energieeffiziente Immobilien aufgrund der gestiegenen Energiekosten und eines wachsenden Umweltbewusstseins sogar Preissteigerungen erzielen. Eine energetische Sanierung von älteren Immobilien ist kostenintensiv und zeitaufwendig – das schreckt viele Hauskäufer ab.
Ausblick
Experten prognostizieren, dass die Bauzinsen im Jahresverlauf zwischen 3,5 % und 4 % liegen werden. Diese Entwicklung könnte die Nachfrage nach Wohnimmobilien weiterhin beeinträchtigen und einen Preisanstieg bremsen. Dennoch besteht Hoffnung auf eine allmähliche Erholung des Marktes, insbesondere für energieeffiziente Immobilien und attraktive Lagen, sofern die Zinspolitik stabil bleibt und keine weiteren unerwarteten fiskalpolitischen Maßnahmen ergriffen werden.
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- Literatur: haufe.de | de.linkedin.com | atlas.immobilienscout24.de | www.realestate.bnpparibas.de | Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE)
- Grafik: Dirk Mackscheidt 03.2025